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Die Geschichte des Potsdamer Platzes in Berlin

Der Potsdamer Platz war und ist ein Ort, der für Berliner und Touristen eine große Anziehungskraft besitzt.

• Ab 1838 begann der „Siegeszug“ des damals noch als „Platz vor dem Potsdamer Thor“ bezeichnete Treffpunkt. Grund war die Eröffnung des Potsdamer Bahnhofs.

• Der Bauboom folgte in den kommenden Jahren nach der Reichsgründung – wohlhabende Bürger zogen in die Tiergarten-Villen in nächster Umgebung. Auch Hotels wie das „Grand-Hotel Bellevue“, das „Palast-Hotel“ und weitere Projekte gründeten sich dort um die Jahrhundertwende.

Als verkehrsreichster Platz Europas ging der Potsdamer Platz in den zwanziger Jahren in die Geschichte ein.

• Mit einem täglichen Aufkommen von 20.000 Autos und rund 83.000 Reisenden am dortigen Bahnhof errichtete man die dringend notwendige, erste Ampel in Europa.

• Doch auch das gesellschaftliche Leben kam nicht zu kurz: Bälle und Empfänge sowie Restaurants (u.a. das „Meisel-Pschorr“-Bräuhaus oder die „Rheinterrassen“) festigten den Ruf der Goldenen Zwanziger.

Selbst der 2. Weltkrieg konnte dem Ansehen des Potsdamer Platzes nichts anhaben – von Abstrichen abgesehen.

• Zwar wurden die Gebäude dort nahezu vollständig zerstört, doch mit der Einführung der D-Markt und dem Beginn der Berliner Blockade wandelte sich dieses Bild wieder.
• Im Zuge des Volksaufstands 1953 brannten die notdürftig aufgerichteten Häuser jedoch wieder nieder. Es drohte langfristiger Interessenverlust der Investoren.

Die jahrelange Teilung Deutschlands verlief auch einmal quer über den Potsdamer Platz.

• Er wurde zum Grenzgebiet erklärt und erlangte zunächst traurige Berühmtheit: Der breiteste Todesstreifen entlang der Berliner Mauer verlief genau hier.
• So fristete der einst mit ausgelassener Stimmung gespickte Platz ein Schattendasein und verkam zusehends.

Als die Grenzen verschwanden, kehrte der Potsdamer Platz bald wieder zu seiner einstigen Stärke zurück.

• Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 kümmerte man sich bereits vier Tage später um eine Wiederherstellung der Dynamik am Potsdamer Platz. Der erste provisorische Grenzübergang wurde hier errichtet.

Die neue Mitte Berlins entsteht. Der Aufbau brachte dem Potsdamer Platz die Zusatzbezeichnung „Europas größte Baustelle“ ein.

• Der internationale Stararchitekt Renzo Piano präsentierte sein Konzept einer „City für das 21. Jahrhundert“, welches sich schließlich gegen die Mitbewerber durchsetzte.

Heute ist der Potsdamer Platz Dreh- und Angelpunkt der deutschen Hauptstadt. Das hohe Verkehrsaufkommen damaliger Zeiten ist ebenso zurückgekehrt wie ein buntes Konzept aus Geschichte, Tradition und Kultur.

Der Potsdamer Platz in Zahlen

Das „Quartier Potsdamer Platz“, welches seit dem 02. Oktober 1998 besteht, umfasst…

… 19 Gebäude
… 10 Straßen
… 2 Plätze

Dies macht eine absolute Grundstücksgröße von 68.000 qm aus. Die täglich rund 100.000 Besucher des Platzes befinden sich hier am Puls der Stadt: Durch den perfekten Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel (S- und U-Bahnhöfe, Züge der Deutschen Bundesbahn, ÖPNV, der Regionalbahnhof Potsdamer Platz sowie diverse Buslinien) und die kurzen Wege zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten Berlins ist der Potsdamer Platz der perfekte Ausgangspunkt für jede Citytour.

Die „Bewohner“ des Potsdamer Platzes im Einzelnen:

- Zwei Hotels der Spitzenklasse
- Ein Kino mit 19 Sälen
- Zwei Theaterstätten (u.a. das bekannte „Stage“-Theater)
- Eine Spielbank
- Zwei mondäne Nachtclubs mit einer Gesamtkapazität von bis zu 1200 Gästen
- Die Potsdamer Platz Arkaden mit über 130 Fachgeschäften
- 30 Restaurants, Bars und Cafés, die jeden Geschmack treffen

Heute dort zu findende Bauwerke

Betritt man den Potsdamer Platz, fühlt man sich kurzzeitig wie am Big Apple – die hoch in den Himmel ragenden Bauwerke sind beeindruckend wie imposant zugleich. Dazu zählen…

… das Daimler Chrysler Quartier
… der Deutsche Bahn-Tower
… das Beisheim Center
… das Sony Center
… der Kollhoff Tower

Neben den reinen Bürogebäuden sind insbesondere die letzten beiden Gebäude für ihr Entertainment-Programm bekannt: Das Sony Center beeindruckt zum einen durch sein futuristisch anmutendes Zeltdach als auch durch sein bekanntes Kino, in welchem immer wieder Deutschlandpremieren gefeiert werden. Der Kollhoff Tower ist mit 101 Metern Höhe nur 2 Meter kleiner als der gegenüberliegende Tower der Deutschen Bahn. Der Panoramapunkt Potsdamer Platz befindet sich dort in der 25. Etage.

Besonderheiten des Potsdamer Platzes

Historisch gesehen kann der Potsdamer Platz nicht nur mit der ersten Ampelanlage Europas aufwarten:

- Die Linie des ersten Bahnhofs in Berlin und Preußen führte seit 1838 von hier aus nach Westen – damit entstand der Haupteinlass in die Stadt.

- Ab 1880 führte die erste Pferdebahnstrecke über den Potsdamer Platz bis hin nach Schöneberg.

Der Potsdamer Platz besitzt eine bewegte Geschichte, die sich jeden Tag weiterschreibt. Als „place to be“ zieht er nicht nur Touristen an, sondern ist auch Schauplatz für zahlreiche Medientreffen. Den Startschuss dafür gab das erste Lichtspielhaus nach Kriegsausbruch im Jahr 1914.

- Mit seinen Kinos und Theatern ist der Platz prädestiniert für die jährlich stattfindende „Berlinale“, eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie. (Glashütte Original Berlinale Lounge @ Panoramapunkt)

- Glashütte Original Berlinale Lounge @ Panoramapunkt: Die traditionsreiche Uhrenmanufaktur Glashütte Original bittet seit 2011 im Rahmen der jährlichen Festspiele auf den Panoramapunkt. Die exklusive Berlinale VIP-Lounge ist dabei für ausgewählte Gäste und Medienvertreter reserviert. Der einzigartige Ort weit über den Dächern von Berlin empfiehlt sich für kleine Empfänge als auch Interviews.

- Im Winter verwandelt sich der pulsierende Platz in eine sanfte Winterlandschaft: Europas größte Rodelbahn begeistert Freizeitsportler ebenso wie eine Eislauffläche unter freiem Himmel. Anschließend stärkt man sich mit kulinarischen Highlights am Weihnachtsmarkt.

Auch in puncto Nachhaltigkeit hat der Potsdamer Platz neue Maßstäbe gesetzt.

- Der Masterplan des Architekten Renzo Piano sah den Einsatz von gesundheits- und umweltgerechten Baustoffen vor. Dazu zählen auch der Verzicht auf Klimaanlagen sowie die Nutzung des Regenwassers für die dortige Wasserversorgung.

- Das unterirdische Ver- und Entsorgungszentrum verhindert ein unnötiges Verkehrsaufkommen von Lieferanten und hält den Platz so für Besucher frei.

- Der naheliegende Piano-See wurde mit einem gezielt angelegten Biotop mit einer Fläche von ca. 1,3 ha geplant.

- Durch die regelmäßige Überwachung der Wasserwerte ist es zudem auch gelungen, neue Organismen anzusiedeln. So kann man dort nun Enten, sonstige Wasservögel und Fische beobachten – mitten im Zentrum Berlins!

Stellung in Berlin/für Berliner

Der Platz gilt und galt nicht nur als besonders wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Auch durch das breite Entertainment-Programm schlägt der Potsdamer Platz heute wieder einen Bogen zu seinen Anfängen: Die Amüsier- und Flaniermeile mit unterschiedlichen Einkehrmöglichkeiten und einer nicht enden wollenden Tour an Highlights ist zurück. Hier trifft man sich und verlebt tagsüber und nachts eine einzigartige Zeit mitten in der deutschen Hauptstadt.

Wussten Sie, ...

...dass der Potsdamer Platz in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts der verkehrsreichste Platz Europas war? Am 28.Juli 1928 überquerten zwischen 8 und 20 Uhr 33.037 Fahrzeuge den Platz.

...dass die Gebrüder Grimm einst in der Linkstraße wohnten? Diese gehörte zum sogenannten „Geheimratsviertel“, in dem reiche Kaufleute, Wissenschaftler und Künstler lebten.

...dass hier aus dem Vox-Haus die erste Radiosendung in Deutschland ausgestrahlt wurde? Heute erinnert noch die Vox-Straße an das im Krieg zerstörte Haus.

...dass auch Theodor Fontane sich hier niederließ? Er wohnte in der Potsdamer Straße.

...dass die erste Ampelanlage Europas 1924 auf dem Potsdamer Platz in Betrieb genommen wurde? Ein Nachbau des Ampelturms ist heute noch dort zu bewundern.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.potsdamerplatz.de