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Sehenswürdigkeiten Berlin

Der Reichstag

Der Reichstag wurde von 1884 bis 1894 durch Architekt Paul Wallot errichtet. Seit 1999 ist der Reichstag Sitz des Deutschen Bundestages und heute eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Berlins. Ein Highlight für alle Besucher ist vor allem die gläserne Kuppel.

Das Reichstagsgebäude ist durch bedeutende Ereignisse der deutschen Geschichte geprägt. Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann rief am 9. November 1918 vom Balkon am Westportal die Republik aus. Am 27. Februar 1933 ereignete sich der Reichstagsbrand bei dem der Plenarsaal und die Kuppel vollständig zerstört wurden. Am 30. April 1945 wurde als Symbol für den Sieg über das Dritte Reich eine rote Fahne der Sowjetunion durch zwei Rotarmisten gehisst.

Der schwerbeschädigte Reichstag wurde nach Kriegsende vorerst nicht weiter genutzt. Aus statischen Gründen musste die Kuppel 1957 gesprengt werden. 1957 begannen erste Umbauarbeiten durch Paul Baumgarten. Eine zweite Umbauphase folgte ab 1994, welche mit der ersten Sitzung des Bundestages am 19. April 1999 endete. Die auffälligste Neuerung des Reichstags war die gläserne Kuppel, welche 40 Meter im Durchmesser und 23,5 Meter in der Höhe misst.

Das Brandenburger Tor

Das ehemalige Stadttor von Berlin ließ Friedrich Wilhelm II zwischen 1788 und 1791 am heutigen Pariser Platz errichten. 1793 wurde dem Brandenburger Tor die von Johann Gottfried Schadow entworfene Quadriga aufgesetzt. Nach der Niederlage Preußens 1806 verschleppte Napoleon die Quadriga nach Paris. Durch den Sieg der Allianz konnte sie jedoch 1814 wieder zurückgeholt werden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Brandenburger Tor enorm in Mitleidenschaft gezogen und die Quadriga war durch die Bombenangriffe so stark beschädigt, dass sie 1956 im Rahmen der Tor-Rekonstruktion durch eine Kopie ersetzt werden musste.

Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961 stand das Tor mitten im Sperrgebiet und konnte weder von Westen noch von Osten passiert werden. Während der Wende in der DDR am 22. Dezember 1989 wurde das Brandenburger Tor unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen wieder geöffnet.

Eine Restauration folgte zwischen 2000 bis 2002. Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Durchfahrt, aufgrund der enormen Beschädigung des Sandsteins durch Autoabgase, für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Nach einer Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus ist das Brandenburger Tor eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und somit täglich Anziehungspunkt für viele Touristen.

Der Berliner Fernsehturm

Das markanteste Wahrzeichen der Hauptstadt ist mit seinen 368 Metern zugleich das höchste Bauwerk Deutschlands. Der Fernsehturm wurde nach nur 4 Jahren Bauzeit 1969 fertiggestellt.

Für eine vollständige und lückenlose Abdeckung des Fernsehempfangs war ein leistungsstarker Großsender mit einem möglichst hohen Standort erforderlich. Hierfür wurde zuerst ein Standort in den Müggelbergen vorgesehen und der Bau freigegeben. Am 13. Dezember 1955 forderte Innenminister Karl Maron jedoch die sofortige Einstellung der bereits in vollem Gang befindlichen Bauarbeiten. Es wurde festgestellt, dass der Turm mit seinen dort geplanten 130 Meter Höhe am Rande der Einflugschneise des Flughafens Schönefeld liegt und den Flugverkehr gefährden könnte.

Nach neuer Standortsuche wurde ein weiterer Baustart im Park Friedrichshain nun aus Kostengründen gestoppt. Laut Plan sollte der Fernsehturm in Friedrichshain 1964 in voller Funktion sein.
Nach über zehn Jahren ergebnisloser Planungszeit entschied der damalige SED-Parteichef Walter Ulbricht 1964 persönlich den Fernsehturm am Alexanderplatz zu bauen.

Jährlich strömen ca. 1.000.000 Besucher auf den Fernsehturm, um den Blick über Berlin zu genießen oder im Turmrestaurant auf der sich drehenden Ebene zu speisen.

Checkpoint Charlie

Einst militärisch enorm wichtig, heute vor allem ein Magnet für Touristen: Der Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße im Herzen Berlins. Als der bekannteste Grenzübergang der heutigen Hauptstadt zwischen den Jahren 1961 und 1990, der aufgrund der Berliner Mauer entstand, ging er in die Geschichte ein. Er wurde eingerichtet, um die Übertritte durch u.a. Militärpersonal und ausländischer Diplomaten zu erfassen.

Geschichtlich besonders bedeutsam
Der Checkpoint Charlie war einer der drei Kontrollpunkte in Berlin. Er war, wie die Grenzen Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo), von den Amerikanern kontrolliert.

Was geschah genau am Checkpoint Charlie, als dass seine Bedeutung bis heute so immens in den Köpfen verankert ist? Wichtig dafür war das Jahr 1961. Am 27. Oktober standen sich damals dort sowjetische und amerikanische Panzer gegenüber – und das mit geladenen Waffen. Es ist bekannt, dass beide Seiten den Befehl hatten, anzugreifen, sobald es notwendig sei.

Neben diesem einschneidenden Erlebnis waren zahlreiche Fluchtversuche aus der DDR über den Checkpoint Charlie sehr tragisch und genau deshalb bis heute unvergessen. Unter anderem der Fall Peter Fechter oder der des Volkspolizisten Burkhard Niering stehen für besondere Schicksale des zweigeteilten Berlins.

Die Siegessäule

Dieses bereits seit 1873 existierende historische Denkmal Berlins befindet sich am Großen Stern im Bezirk Tiergarten. Von den Berlinern wird das Bauwerk mit seinen insgesamt 67 Metern als „Goldelse“ bezeichnet. So ragt an der Spitze die 8,3 Meter hohe, vergoldete Bronzefigur der Viktoria (Siegesgöttin der römischen Mythologie), als Mittelpunkt des Kreisverkehrs in den Himmel. Von hier geht die bekannte Straße des 17. Juni ab, welche direkt auf das Brandenburger Tor zuführt. Wer den gesamten Tiergarten, den „17. Juni“ (wie ihn die Berliner gern abkürzen) und das Brandenburger Tor einmal von oben betrachten möchte, braucht –nur- 285 Stufen erklimmen. In 51 Metern Höhe erhält man auf der Aussichtsplattform die Belohnung, in Form eines tollen Rundblicks, für den sportlichen Aufstieg.

Mittelpunkt vieler Großereignisse Berlins
Berlin wird nicht ohne Grund auch die „Party-Hauptstadt“ genannt. Die Berliner feiern gerne wie die Feste fallen – und häufig ist die Siegessäule, bzw. die Strecke zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor, der Mittelpunkt der Veranstaltung. So zum Beispiel sind auf der Kanzel der Siegessäule jedes Jahr zur „Love Parade“ die Abschlusskundgebungen gewesen, zu Fußball Welt- und Europameisterschaften erwacht hier die berühmte Fan-Meile zum Leben. Die Siegessäule und ihre Viktoria hat auch schon in diversen Filmproduktionen eine wichtige Rolle gespielt als ein monumentales Wahrzeichen der Stadt.

Der Krieg ist Geschichte – die Siegessäule hat Geschichte
Die „Goldelse“ ist als Nationaldenkmal der Einigungskriege errichtet worden. Der Entwurf nach Heinrich Strack ist den Jahren 1864 bis 1873 umgesetzt worden. Die Siegessäule soll an die Siege gegenüber Dänemark, Österreich und Frankreich seiner Zeit erinnern. Die Einweihung 1873 durch Wilhelm dem Ersten und Otto von Bismarck hat auf dem damaligen Königsplatz vor dem Reichstag (heute: Platz der Republik) stattgefunden. Erst 1938/1939 ist die Siegessäule auf ihren endgültigen Standort am Großen Stern unter enormen Aufwand gewandert. Die Säule erinnert durch ihre nach wie vor vorhandenen Schießscharten an die Kriegszeit. Heutzutage steht die Siegessäule unter Denkmalschutz. Besucher können sie mittels eines unterirdischen Fußgängertunnels erreichen, um die im Inneren befindliche Wendeltreppe empor zusteigen bis zum Fuße der Viktoria.

Der Gendarmenmarkt

Der gemeinhin als „schönster Platz Berlins“ bekannter Gendarmenmarkt befindet sich im Herzen der Hauptstadt im Bezirk Mitte. Einst im 17. Jahrhundert als Teil der Friedrichstadt von König Friedrich dem Ersten im symmetrischen Barock-Stil angelegt, ist dieser 3,3 Hektar große Platz heute eines der wichtigsten Orte Berlins. Jährlich kommen über eine Million Besucher hierher und besichtigen die beeindruckenden Bauten, genießen Speisen in den rundherum gelegenen Restaurants oder shoppen in den edlen Geschäften auf der Friedrichstraße, die sich in der Nähe zum Gendarmenmarkt befindet.

Die Dreifaltigkeit des Gendarmenmarktes
Zentral auf dem seit 1936 mit quadratischen Steinplatten verzierten Platz befindet sich das Konzerthaus, vor dessen Treppe seit 1871 das Schiller-Denkmal an den berühmten Dichter Friedrich Schiller erinnert. Das Konzerthaus wird südlich vom Deutschen Dom und nördlich vom Französischen Dom eingerahmt. Zusammen ergeben die drei Gebäude ein wunderschönes Ensembles historischer Baukunst:

Französischer Dom
Von 1701 bis 1705 ist der Französische Dom nach den Entwürfen von Jean Louis Cayart als Kirche für die aus Frankreich geflohenen Hugenotten errichtet und 1786 im Zuge der Umgestaltung des Platzes um den Turmbau von Carl von Gontard und Georg Christian Unger erweitert worden. Nach der beinahe kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist der Dom seit 1977 rekonstruiert worden und wird heute wieder als Kirche genutzt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Hugenottenmuseum, das an die damalige Zeit erinnert. Besonderes Highlight: Die Aussichtsplattform in 40 Metern Höhe mit Blick über den Gendarmenmarkt, die man über eine Wendeltreppe mit 254 Stufen erreichen kann. Zu jeder vollen Stunde ertönt hier das zweitgrößte Glockenspiel der Hauptstadt.

Deutscher Dom
Von 1701 bis 1708 nach den Plänen von Martin Grünberg errichtet und 1780 bis 1785 von Carl von Gontard um den Kuppelturm erweitert, ist der Deutsche Dom im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist er bereits seit 1996 wieder eröffnet. Heute kann man hier eine Dauerausstellung über die deutsche Geschichte auf fünf Etagen besichtigen.

Konzerthaus / Schauspielhaus
Das heutige Konzerthaus existiert erst seit dem Wiederaufbau von 1979 bis 1984. Die Architekten Erhard Gißke, Klaus Just und Manfred Prasser haben in der Zeit den Bau nach preußischer Tradition erneut zum Leben erweckt. Zuvor haben an dieser Stelle seit 1776 drei andere Veranstaltungshäuser gestanden, die jeweils durch Zerstörung ihr Ende gefunden haben – zuletzt das von Karl Friedrich Schinkel errichtete Schauspielhaus, das im Zweiten Weltkrieg 1945 zerstört worden ist. Aus den Ruinen ist das für Veranstaltungen sehr beliebte Konzerthaus Berlin entstanden.

Geschichte und Feste in Berlins schönster Mitte
Im Ursprung bekannt als Linden-Markt, später als Friedrichstädtischer Markt und Neuer Markt, bis er 1786 als Erinnerung an die Stallungen des Kürassier-Regiments „Gens d´armes“ zum Gendarmenmarkt umgetauft worden ist. Nachdem der Platz über 150 Jahre seinen allseits bekannten Namen geführt hat, ist er 1950 zum 250-jährigen Jubiläum der Akademie der Wissenschaften in den Platz der Akademie umbenannt worden. Den heutigen Namen trägt dieser geschichtsträchtige Schauplatz endgültig erst wieder seit 1991.

Viele historische Ereignisse haben sich hier zugetragen, wie zum Beispiel die Auflehnung des Volkes gegen erhöhte Lebensmittelpreise, die sogenannte „Kartoffelrevolution“, die die große Revolution 1848/49 angekündigt hat - oder auch der Abgesang der DDR-Regierung mit Beethovens neunter Sinfonie einen Tag vor der Wiedervereinigung 1990.

Heute finden hier jedes Jahr mehrere Veranstaltungen statt, die sowohl sehenswert, als auch hörenswert sind: Das Classic Open Air, das Festival Of Lights, sowie die Eröffnungsveranstaltung zu den bekannten Filmfestspielen in der Hauptstadt - der Berlinale. Eine besonders schöne Festlichkeit ist der „Weihnachtszauber Gendarmenmarkt“ – ein traditioneller Weihnachtsmarkt, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (eingeweiht am 1. September 1895) wird im Berliner Jargon auch als „Hohler Zahn“ bezeichnet. Der Name resultiert aus den Luftangriffen der Alliierten auf Berlin – in der Nacht zum 23. November 1943 geriet das Gebäude in Brand, der Dachstuhl brach ein und die Spitze des Turms knickte ab.

Ein Fels in der Brandung
Im Jahre 1957 entschied man sich dazu, den 71 Meter hohen Turm als Ruine inmitten des berühmten Kurfürstendamms stehen zu lassen. Dort befindet er sich bis heute als Mahnmal gegen den Krieg. Umgeben ist der halb zerstörte Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche von einem vierteiligen Bauensemble. Dieses wurde im Jahr 1961 feierlich eingeweiht. Dazu gehört die achteckige neue Kirche mit dazugehörigem Foyer. Auf der anderen Seite der Turmruine, in welcher eine Gedenkhalle eingerichtet wurde, finden sich die Gemeindekapelle und der neue Glockenturm (sechseckig).

Besondere Highlights im Inneren
In der Kapelle, in welcher heute regelmäßig evangelische Gottesdienste stattfinden, wird man von blauem Licht begrüßt. Hierfür verantwortlich sind die gleichfarbigen Glaswände und -fenster, die aus Frankreich stammen. Der Künstler Gabriel Loire brach hierfür die Glasstückchen in unregelmäßige Teile. Aufgrund dessen wird einfallendes Licht zusätzlich gestreut. Die Orgel besitzt über 5000 Pfeifen und überzeugt mit einer Vielzahl an Klangfarben. Auch von außen wird man mit harmonischen Tönen beschallt, dafür sorgen die Glocken in der neuen Kirche.


Der Kudamm

Der Kurfürstendamm, von den Berlinern stets als „Ku´damm“ abgekürzt, erstreckt sich vom Rathenauplatz (im Ortsteil Grunewald) bis hin zum Breitscheidplatz mit dem „hohlen Zahn“ (im Ortsteil Charlottenburg). Dieses 3,5 Kilometer lange und 53 Meter breite Stück Berlins ist nicht nur historisch etwas Besonderes, sondern auch vom Leben und Erleben dort. Zu den Fußball-Welt- und Europameisterschaften beispielsweise ist diese Prestigemeile in der City-West der Treffpunkt Nummer Eins schlechthin im Anschluss an die Spiele. Hier erlebt man den längsten Autocorso und eine Partystimmung sondergleichen. Im Winter, besonders zur Weihnachtszeit, ist der Kudamm ein Ort zum Träumen und zum Verzaubern, beziehungsweise sich verzaubern lassen. Jedes Jahr beleuchten hier Millionen von kleinen Lichtern die Straße. Sogar die Bäume erstrahlen in dieser Zeit in Ihrer besonderen Winterblüte des Lichts. Diesen Anblick sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

Shopping der Extra-Klasse auf mehreren Kilometern Länge
Das Kauferlebnis beginnt bereits in der Tauentzienstraße am Wittenbergplatz, mit dem weltbekannten KaDeWe (Kaufhaus des Westens), über das Europa-Center am Breitscheidplatz und das moderne Shopping-Center Bikini Berlin in einem Teil eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes am Zoologischen Garten bis über den Olivaer Platz hinaus. Hier haben sich die berühmtesten Designer- und Mode-Label, sowie Star-Friseure ihren Platz am Boulevard gesichert. Auch die Autoindustrie hat den Wert dieser Straße erkannt und hier ihre City-Points eingerichtet. Das Schlendern und Flanieren entlang des Kurfürstendamms ist ein echtes Erlebnis. Hier kann man noch das echte Bummeln in einer historischen Einkaufsstraße genießen. Zudem zeigt man hier auch gern, was man hat: Von der Designer-Handtasche bis hin zum Luxusauto.

Nachtschwärmer am Kurfürstendamm
Der Kudamm bietet nicht nur alles, was das Shopping-Herz begehrt, sondern auch alles für diejenigen, die gerne ausgehen möchten und etwas erleben möchten: Die Nachtschwärmer kommen durch diverse Clubs vollends auf Ihre Kosten: Wie beispielsweise das elegante Puro im obersten Stockwerk des Europa-Centers, das beliebte Pearl in der Fasanenstraße, nur einen Steinwurf weit weg von der bekannten Paris Bar, einem begehrten Promi-Restaurant, oder auch der edle First Club oder das Maxxim, wo schon Paris Hilton die Nacht durchtanzte und direkt darunter das Q-Dorf, Berlins Party-Dorf für Jung und Alt unter der Stadt, alle drei zu finden in der Joachimstaler Straße (jeweils eine direkte Seitenstraße und wenige Meter vom Kudamm entfernt). Der Kurfürstendamm hat abgehend vom Olivaer Platz auch eine eigene Restaurant-, Café- und Bar-Meile, wie man sie sonst eher aus dem Ostteil der Stadt in Friedrichshain kennt. Ein gern besuchtes Lokal ist hier das Route66 Diner, das eine Hommage an die 50er-Jahre ist und sogar mit klassischen Jukeboxen ausgestattet ist.

Historischer Damm - der Kurfürstendamm
Bereits im Jahre 1542 erbaute man den damaligen Dammweg, der seine Bestimmung darin fand, dass Kurfürsten bequem vom Berliner Stadtschloss in das Jagdschloss Grunewald gelangen können. Erst 1886 erhielt, auf Wunsch von Reichskanzler Otto von Bismarck, der Kurfürstendamm seinen heutigen Namen. Während der Weimarer Republik wurde der Boulevard dann zum Inbegriff der „Goldenen Zwanziger“. In den 1930er-Jahren wurde der Kurfürstendamm zum politischen Schauplatz mit ausufernden Krawallen nach antisemitischen Übergriffen. Dies wandelte sich mit den Olympischen Spielen 1936. Nun wurde er zur Vorzeigestraße und als Aushängeschild für ein internationales positives Ansehen verstanden. Politische Demonstrationen erfolgten immer wieder auf dem Kudamm, so zum Beispiel auch direkt nach dem Mauerfall 1989, sowie auch die ersten Veranstaltungen der „Love Parade“ bis es zu einem Massenspektakel wurde und auf Grund der Menschenmassen verlagert werden musste. Der Wandel der Zeit brachte es mit sich, dass ansässige historische Kinos wie der Zoopalast, Royal-Palast und das Marmorhaus, sowie einige Cafés schließen mussten – wobei der Zoopalast mittlerweile wiedereröffnet wurde. Danach entwickelte sich der heutige Kurfürstendamm, eine der exklusivsten Einkaufsstraße Deutschlands.


Der Hackescher Markt

Die Gegend rund um den Hackeschen Markt ist ein Szene-Viertel, das besonders begehrt ist bei den Shopping-affinen und kreativen Menschen, sowie beim Party-Volk der Hauptstadt. Dieser Platz, gelegen zwischen Rosenthaler Platz und der Friedrichstraße, im Bezirk Mitte ist ein Verkehrsknotenpunkt, Einkaufsmeile und Startpunkt ins Berliner Nachtleben zugleich. Von hier aus geht die in Berlin äußerst bekannte Oranienburger Straße ab, die mit St. Paulis sündiger Meile in Hamburg gern verglichen wird. Allerdings bietet diese Straße weitaus mehr: Zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants und alles in unmittelbarer Nähe zur Spree. So ist ein gemütliches Sitzen am Wasser und dabei entspannt einen oder mehrere Cocktails genießen bis tief in die Nacht möglich.

Wandel der Zeit – Entfaltung vom Hackeschen Markt
Kaum vorstellbar, aber wahr - ursprünglich war der Ort, wo sich heutzutage der Hackesche Markt befindet, ein Sumpflandgebiet. Erst um 1750 ist der Platz durch den Berliner Stadtkommandant Graf Hans Christoph Friedrich von Hacke im Auftrag von Friedrich dem Zweiten angelegt worden. Seit 1840 trägt er offiziell den Namen Hackescher Markt. Im 19. und 20. Jahrhundert ist durch die Erschließung öffentlicher Verkehrsmittel der Ort zum Knotenpunkt geworden.

Der wohl größte Wandel ist nach der Wiedervereinigung Deutschlands geschehen: Altbauten sind saniert und Baulücken geschlossen worden. Dies lockte nach dem Mauerfall viele Designer, Werkstätten und Gastronomen in die Gegend. So hat sich der Hackesche Markt nach und nach in das angesagte Szene-Viertel gewandelt, das es heute ist. Das berühmte am to pm direkt am S-Bahnhof Hackescher Markt hat 24 Stunden geöffnet und ist somit zum Hotspot vieler Besucher aus aller Welt avanciert.

Hackesche Höfe – einfach sehenswürdig
Direkt am Hackeschen Markt befindet sich Deutschlands größtes geschlossenes Hofareal: die Hackeschen Höfe. Seit der Wende 1990 ist dieser Hofkomplex aufwendig saniert worden und steht heutzutage unter Denkmalschutz. In diesem Areal nutzen diverse Gastronomen, Künstler, Schmuck- und Mode-Designer die Gelegenheit sich dort anzusiedeln. Es wird mitunter als wertvollster Standort in der Stadt gehandelt.

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BERLIN VON OBEN: weitere Aussichtspunkte